Vom Modellversuch zum eingetragenen Verein
Die Mittelschule Niederwiesa ist seit 2000 Mitglied im „Verbund Selbstwirksamer Schulen e.V.".
Dieser gemeinnützige Verein wurde im Anschluss an das Modellprojekt im Jahr 2000 gegründet und stellt sich in seiner Satzung u. a. die Aufgabe, Schule und andere Bildungseinrichtungen so zu
verändern, dass sich Schüler und Schülerinnen sowie Lehrer und Lehrerinnen und alle anderen beteiligten Personen ihren Fähigkeiten und Stärken entsprechend entfalten können.
Der Verbund Selbstwirksamer Schulen e.V., in dem innovative Schulen aus 11 Bundesländern sowohl aus Ost- als auch aus Westdeutschland mitarbeiten, um Schulentwicklung mit dem Ziel der Stärkung
der „Selbstwirksamkeitserwartung" voranzubringen, repräsentiert alle Schulformen im Bereich der Sekundarstufe I, denn das Anliegen der Stärkung der Selbstwirksamkeitserwartung ist für den Umbau
der schulischen Arbeit wahrlich aktuell und wichtig, erst recht nach PISA.
Die Schulen unseres Verbundes entwickeln und erproben seit Jahren unter wissenschaftlicher Begleitung Konzepte zur Schul- und Unterrichtsentwicklung. Dazu treffen sich die Lehrerinnen und
Lehrer zu Fachtagungen nach dem Motto: „Schulen lernen von Schulen". Sie tauschen sich über Ländergrenzen hinweg aus über erfolgreiche Ansätze und erarbeiten im Dialog mit Wissenschaftler/innen
neue Module für den Schulalltag, das Schulleben und den Unterricht. Diese sind Reaktionen auf die aktuellen gesellschaftlichen, jugendpsychologischen und schulpolitischen Herausforderungen und
geben Anstöße für die Weiterentwicklung von Schule mit dem Ziel der Stärkung der Persönlichkeit der Schüler/innen, des Auf- und Ausbaus individueller und sozialer Kompetenzen und damit
verbunden der Leistungsfähigkeit.
In den letzten Jahren hat der Verbund Selbstwirksamer Schulen seine Fachtagungen logisch und in der Sache konsequent weiterentwickelt, indem er auch Schüler/innen und Elternvertreter/innen in
den Prozess der Schulentwicklung einbezieht. Mit diesem Konzept ist unser Verbund einzigartig in der Fortbildungslandschaft. Die Arbeit in den „gemischten" Workshops und Entwicklungsteams ist
nicht nur unverkrampft, die Ergebnisse sind tatsächlich praxistauglich und werden zu Hause in der eigenen Schule in die Gremien eingebracht und umgesetzt.